Ursachen der Eiszeit



Seit Jahrhunderten ist die Suche nach den spezifischen Entstehung einer Eiszeit Gegenstand der Paläoklimatologie. Neben den äußeren Änderungen der Erdbahn sowie den zyklischen Komponenten der Sonnenaktivität, stehen vor allem die klimatischen Veränderungen der Erde hier im Mittelpunkt, da auch diese einen enormen Einfluss auf das Eiszeitalter ausüben.

Man kann hier vorrangig die naturellen Ursachen nennen, die ein Eiszeitalter beeinflussen und seit jeher Mittelpunkt der Wissenschaft sind. Zum einen kann man die wechselnde Neigung der Erdachse als eine prägende Ursache für eine Eiszeit anführen. Durch diese alle 40.000 Jahre stattfindende Rotation ergibt sich eine unterschiedliche Intensität der Sonnenbestrahlung die auf die Erde trifft.

Zu diesen Gravitationskräfte der Erdbahngeometrie kann man erklären, dass diese durch das Zusammenspiel der Planentenkonstellationen herbeigeführt wird, und maßgeblich von Sonne, Erde sowie Mond bestimmt wird. Hierbei ist jedoch nicht die Ekliptik- die Neigung der Erdachse- mit der der Exzentrizität zu verwechseln, die wiederum die Form der Erdlaufbahn bezeichnet. Diese genannte Komponente ändert sich im zyklischen Rhythmus etwa alle 100Tausend Jahre.

Eine weitere anerkannte Ursache für die Eiszeit ist der prägnante Kohlendioxidgehalt in der Atmosphäre, der wiederum zu dem bekannten Treibhausklima führt und bei einem Niedergang für eine wesentliche Abkühlung sorgt. Hierbei kann man auch die globale Erdverdunklung anführen, die aufgrund des erhöhten Methan Ausstoßes die Atmosphäre zunehmend verdunkelt und somit die direkte Erwärmung verhindert. Eine weitere Eiszeit fördernde Ursache ist die kosmische Variable der Meteoriten.

Bei einem eventuellen Einschlag in die Atmosphäre würden diese für eine derartige Verdunklung über Jahre sorgen, die eine erhebliche Abkühlung zur Folge hätte. Zur Ergänzung kann man anmerken, dass ein fortlaufender Vulkanismus der zahlreichen Feuerberge der Erde den selben Effekt besitzen würde.

Eine weitere theoretische Ursache der Glazialen ist eine Verschiebung der Kontinente. In der Praxis würde dies bedeuten, dass sich massive Gletscher in höheren Breiten ansiedeln und somit in diesen Region zu einer wesentlichen Abkühlung der Luftströmungen führen. Durch diese Verlagerung der massiven Gesteinsbildungen entsteht wiederum ein Eisspiegel, der eintreffende Wärmestrahlen aufgrund der hellen Fläche zurück in die Atmosphäre projektiert. Dadurch verzeichnet man auf der Erde einen enormen Wärmeverlust.

Zum leichteren Verständnis kann man hier anmerken, dass Gletscher und Kontinente nicht ihren Rucksack schnüren und sich urplötzlich auf die Wanderung begeben. Allerdings ist aufgrund von Erdbeben, Seebeben, unterirdischen Rotationen oder auch Landbrücken eine solche Verschiebung durchaus möglich. So sorgte beispielsweise die Bildung der Landbrücke zwischen Nord- und Südamerika für eine beeinträchtigende Umlenkung der wärmenden Meeresströmung.

Neben diesen anerkannten Ursachen beeinträchtigen jedoch die globalen Begebenheiten das Eiszeitalter. Hierbei stehen im Vordergrund die Effektivität der Treibhausgase, die globale Erderwärmung durch die ozeanische Zirkulation des Golfstromes sowie der resultierende klimatische Wandel. Dies führt aufgrund all dieser Komponenten zu einer weitreichenderen Theorie im Aspekt des Eiszeitalters als bisher erforscht, und erfordert somit die Einbeziehung mehrerer Offensiven als die der bisherigen Glazialen und Interglazialen.