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Was ist ein Gletscher?Gletscher sind gerade in ihrer Entstehung ein besonderes naturelles Schauspiel. So findet man sie zumeist in Gebieten in denen ein erhöhtes Schneevorkommen stattfindet, dass im Verlauf des natürlichen Kreislaufes weder abtauen noch verdunsten kann. Dadurch entsteht eine solch immense Akkumulation, die eine regelrechte interne Verwandlung vollzieht. Im Verlauf dieser natürlichen Metamorphose entstehen bei permanenten Schneefall luftgefüllte Hohlräume zwischen der vorhandenen Masse und dem Neuschnee. Dadurch entsteht im Laufe der Zeit- der Ablationsperiode, auf den unteren Schichten Eis. Diese Schichten verdichten sich indem kontinuierlich der vorhandene Luftgehalt entweicht. Im Vergleich kann man anführen, dass etwa Pulverschnee eine Luftdichte von nahezu 90 Prozent besitzt, während die massive Gletschermasse nur durchschnittlich 2 Prozent im Endstadium besitzt. Naheliegend ist aufgrund der unterschiedlichen Gebiete von Gletschern, dass sich deren Bildung gravierend unterscheidet. So kann sie in verhältnismäßigen milden Regionen aufgrund der steten Erwärmung und der damit verbundenen Kälte-Wärme Perioden einige Jahre dauern, während die polaren Gletscher gegenwärtig mehrere Jahrzehnte benötigen, um mit ihrer massiven Formation zu beeindrucken. Gegenwärtig kann man davon ausgehen, dass etwa ein Zehntel der Gesamtlandesfläche von Gletschern bedeckt ist. Hierbei führt der Lambert Gletscher in der Antarktis die Aufzählung der größten Gletscherreservate vor dem Malaspina in Alaska sowie den Austfonna Gletscher in Norwegen an. In Deutschland hingegen findet man die prägnanteste Eismasse auf der Zugspitze. Zwar beansprucht die Gesamtfläche dieser natürlichen Süßwasser Ressourcen eine beachtliche Größenordnung für sich, allerdings ist sie gegenwärtig nur ein Drittel des ursprünglichen Volumens der letzten Eiszeit. Aufgrund der oftmals Jahrhunderte alten Eisvorkommen stellen die massiven Eismassen einen unvorstellbaren Geowissenschaftlichen Aspekt dar, da sie förmlich als lebende Datenbanken anzusehen sind und man infolge von Bohrungen zahlreiche wesentliche Umwelt- sowie klimatische Daten archivieren kann. Daher kann man nachvollziehen, dass die derzeitige massive Gletscherschmelze im Verlauf der globalen Erderwärmung eine massive vielseitige Bedrohung darstellt. Zum einen sind Gletscher aus den genannten Perspektiven ein wertvolles Archiv der vergangen Epochen. Aber von weitaus entscheidender Bedeutung sind jedoch ihre Funktionen als Wasserspeicher sowie als kühlende Quelle der Erdatmosphäre. Denn aufgrund der enormen wiederspiegelnden Fläche wird projektiertes Sonnenlicht zu über 90 Prozent zurückgesendet, und kann somit seine erwärmende Energie nicht entfalten. Angesichts ihrer Funktion als Wasserspeicher kann man hier noch anmerken, dass eine rein subjektive Schmelzung aller Gletscher gleichzeitig, den Meeresspiegel um etwa 60 Meter ansteigen lassen würde und somit eine erhebliche Naturkatastrophe bedeuten würde. |
AUSWIRKUNGEN
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