Folgen einer Ölpest



Ölpest
Die Ölpest oder auch Ölverschmutzung ist das oftmals das Resultat von havarierten Öltankern, die in den Weiten des Meeres verunglücken. Dadurch gelangen Unmengen an Rohölen oder auch Schwerölen in die intakte Meereswelt und richten dort immensen Schaden an. Spezifisch für die Ölpest ist, dass auch ganze Küstenregionen davon betroffen sind, wohin gegen die Ölverschmutzung zumeist auf dem Meer geschieht.

Aufgrund des Volumen ist Öl leichter als Wasser und schwimmt daher auf dessen Oberfläche. Diese erschreckende Bilanz eines Ölunglücks nennt man Ölteppich und beeinflusst neben der Flora und Fauna der Unterwasserwelt auch die Wellenbewegungen, da diese verlangsamen. Die hat wiederum zur Folge, dass zahlreiche Vögel wie Möwen den Unterschied zum Wasser nicht bemerken, und mit freudiger Erwartung auf einen möglichen Fang im ruhigen Wasser geradewegs in diesen Ölteppich steuern.

Daher ist jedes Ölunglück mit dem Sterben zahlreicher Vögel verbunden, die auf qualvolle Weise verenden. Auch die zahlreichen Meeresbewohner haben angesichts einer solchen Katastrophe wenig Überlebenschancen und sterben einen schwarzen Tod. Besonders langwierige Folgen hat eine Ölverschmutzung in den kälteren Meeren, da sich hier die schadenden Substanzen aufgrund der kalten Temperaturen nicht so schnell lösen und nur gemäßigt verdunsten. Jedoch schädigt eine solche Katastrophe jede Region auf ausreichende Weise, und oftmals regeneriert sich die Flora der Wasserwelt nie mehr.

Das vorhandene ausbalancierte Ökosystem gerät hierbei dermaßen ins Ungleichgewicht, dass ein Massensterben nicht nur lokal projektiert ist sondern sich sowohl flächenmäßig als auch zeitlich über eine längere Periode hinauszieht.
Man versucht natürlich, eine solche Umweltkatastrophe mit Hilfe von zahlreichen Mittel einzudämmen, wobei man vorrangig die Substanz absaugt. In der Vergangenheit wurde auch versucht, das Öl mit chemischen Substanzen zu binden. Jedoch steht hier der effiziente Nutzen im Gegenpart zur weitreichenden Problematik der negativen chemischen Substanz. Denn diese würde lediglich ein Absinken in tiefere Meeresphären verursachen, was wiederum bedeutet, dass die Bodensubstanz noch mehr vergiftet wird.

Ein weitere Bedrohung die sich nicht auf havarierte Öltanker bezieht, ist das allgegenwärtige Abpumpen von Öl und das Waschen der Öltanks. Defekte Leitungen und ein sehr Besorgnis erregender lockerer Umgang , bei dem das kommerzielle Interesse im Vordergrund dominiert, werden auch in Zukunft weitreichende Folgen für die Meereswelt besitzen.

Aber vielleicht können die zahlreichen Konzerne, die hier so gewissenlos agieren, den Menschen dann mit dem erzielten Gewinn die zahlreichen Verluste der Wale, Delphine und Seemöwen ersetzen. Auch die Kosten der eigenen körperlichen Unversehrtheit, die aufgrund von den aufsteigenden Dämpfen geschädigt werden sind mit Sicherheit bezahlbar. Denn in der modernen Welt scheint nichts außer dem Kommerz und dem Geld einen individuellen Wert zu besitzen.